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20. Feb 2012 - 10:55 Uhr

Freya Klier: Das war die DDR - Alltag in der SED-Diktatur - Veranstaltung der Konrad Adenauer-Stiftung / Bildungswerk Freiburg in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Lahr am Montag, 5. März - Anmeldung erforderlich

Am Montag, 5. März, lässt Freya Klier um 20 Uhr in der Stadtbücherei Lahr, Kaiserstraße 41, den Alltag in der DDR aufleben. Den Sprüchen wie „Es war nicht alles schlecht in der DDR“, die viele Ungerechtigkeiten und Gefährdungen verniedlichen, stellt Freya Klier eine mutige Auseinandersetzung mit der Diktatur der SED entgegen.

Freya Klier, geboren 1950 in Dresden, kam nach der Verhaftung ihres Vaters im Alter von drei Jahren ins Kinderheim. 1968 scheiterte ihr Versuch der Republikflucht, sie wurde zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach vorzeitiger Entlassung und Arbeit als Theaterregisseurin war Klier 1980 Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung. Später folgte ein Berufsverbot, 1988 wurde sie schließlich zusammen mit Stephan Krawczyk und anderen Bürgerrechtlern verhaftet und unfreiwillig ausgebürgert. Sie lebt heute als Autorin und Filmregisseurin in Berlin. Für ihre Vortragstätigkeit und Projekttage zur deutschen Geschichte in Schulen in Ost und West wurde Freya Klier 2009 die Auszeichnung "Botschafter für Demokratie und Toleranz" verliehen. Sie wurde mit dem "einheitspreis 2009" der Bundeszentrale für Politische Bildung ausgezeichnet. Zu ihren
Publikationen zählen unter anderem: "Abreiß-Kalender. Ein deutsch-deutsches Tagebuch" (1988), "Lüg Vaterland. Erziehung in der DDR" (1990), "Die Kaninchen von Ravensbrück" (1994), "Penetrante Verwandte" (1996), "Wir Brüder und Schwestern" (2000), "Oskar Brüsewitz" (2004). Aktuelle Informationen zu ihren Aktivitäten, Veröffentlichungen und Dokumentarfilmen gibt es auf www.freya-klier.de.

Die Stadtbücherei Lahr lädt herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung Freiburg wird gebeten unter Telefon 0761/156480-70, Telefax: 0761/156480-79 oder Mail an kas-freiburg@kas.de.

(Presseinfo: Nadja Heine, Stadtverwaltung Lahr, vom 20.2.12)

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