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Kreis Lörrach - Lörrach

16. Feb 2012 - 14:32 Uhr

Unternehmer, Entertainer, Grupp: Trigema-Chef Wolfgang Grupp besuchte das Studium Generale der DHBW Lörrach

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Bis auf den letzten Platz war das Auditorium gefüllt, sogar in zwei weitere Räume auf dem Campus Hangstraße wurde live übertragen. Ja, gestern war er da, der Guru des Mittelstands, der Mann mit dem Affen, der alleinige Inhaber von Trigema, der Kaufmann der alten Schule, welcher für seine Heimat Baden-Württemberg lebt und arbeitet.

Der Unterhaltungswert war hoch, denn man kennt Grupps Standpunkte und seine forsche Ausdrucksweise bereits aus TV-Interviews und Talkrunden. Auch beim Studium Generale sprach sich Grupp am Beispiel seines Unternehmens Trigema für den Wirtschaftsstandort Deutschland aus und kritisierte gleichzeitig vehement die Verantwortungslosigkeit von deutschen Managern, sprach unter anderem auf Grund der Schlecker-Miesere von Größenwahn und Versagern.

Er propagierte, dass Manager persönlich für ihre Entscheidungen haften sollten und das Haftende vom Staat steuerlich bevorzugt werden müssten. Kein Wunder kam irgendwann die Frage aus dem Publikum, ob Grupp sich nicht vorstellen könnte, als Politiker für Deutschland zu handeln. Doch Grupp ist konsequent: „man kann nur einem Herren dienen, ich mache nur eine Aufgabe, aber diese richtig“.

Die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland ist für Grupp ein Tabu. Er findet, „wir brauchen unsere Arbeitsplätze und unsere Produktivität“ und „wer seinem Arbeitnehmer nur 4 Euro in der Stunde zahlt, ist ein schlechter Unternehmer, Versager“. Nichts desto trotz, die Globalisierung sieht Grupp als Chance: „der Chinese ist mein Kollege, er macht die billigen Massenprodukte mit langen Lieferzeiten, während ich schnell hochwertige Qualität liefere“. Überraschend zugleich, dass Grupps größter Garn-Lieferant, auch in Zeiten der Finanzkrise, ausgerechnet ein Familienbetrieb in Griechenland ist.

Seine Unternehmensphilosophie und sein Firmenerfolg standen im Zentrum von Grupps Beitrag. Er garantiert den Kindern seiner Angestellten einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz und findet „Probleme müssen immer sofort gelöst werden“. Von größenwahnsinnigen Versagern hält Grupp nichts, seines Erachtens gäbe es davon zuviele in Deutschland. Er lobt vergleichend zu Trigema lieber Aldi: „Die machen eine Sache und die machen sie richtig gut“.

(Presseinfo: Jolin Pfeiffer, Leiterin Hochschulmarketing, Duale Hochschule Baden-Württemberg Lörrach vom 16.02.2012)

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