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Ortenaukreis - Achern

20. Feb 2012 - 14:19 Uhr

Vorläufige Fasnachtsbilanz über sechs Wochenenden im Bereich des Polizeirevier Achern/Oberkirch: Alkoholfahrten und Körperverletzungsdelikte trüben die Bilanz

Am heutigen Rosenmontag und am Fasnachtsdienstag finden noch eine Reihe von Veranstaltungen und Faschingsumzügen statt. Aus polizeilicher Sicht im Revierbereich Achern/Oberkirch kann festgestellt werden, dass das Sicherheitskonzept über die Fasnacht bisher insgesamt aufgegangen ist. Während fröhlich und weitgehend friedlich bei den Veranstaltungen gefeiert wurde, wurden allerdings auch bisher über die sechs Wochenenden mit Fasnachtsveranstaltungen elf alkoholisierte Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, bevor weiterer Schaden entstehen konnte. In der „heißen Phase“ ab dem „Schmutzigen Donnerstag“ war davon nur einer aufgefallen. In sieben dieser Fälle wurde der Führerschein einbehalten. Einem weiterer PKW-Fahrer wurde wegen Drogeneinfluss die Weiterfahrt untersagt. Drei Verkehrsunfälle bedingt durch Alkoholeinfluss in der bisherigen Kampagne, bei denen es glücklicherweise noch bei Sachschäden blieb, sowie die Kontrollergebnisse, belegen die Notwendigkeit der polizeilichen Kontrollmaßnahmen.

Einsatzmaßnahmen: Ohne größere Vorkommnisse verliefen bisher wieder die rund 15 Umzüge und ähnliche Aktionen der Fasnachtskampagne im Revierbereich, die wie in jedem Jahr unter polizeilicher Begleitung durchgeführt wurden. Heute und Morgen stehen in Oppenau, Kappelrodeck, Renchen und Achern noch weitere größere Veranstaltungen an. Mit dem größten Kräfteaufgebot war das 75-jährige Jubiläum des „VON“ (Verbandes Oberrheinischer Narren) Mitte Januar über zwei Tage mit verschiedenen Veranstaltungshöhepunkten zu begleiten. Der polizeiliche Schwerpunkt lag bei den Umzügen überwiegend in Verkehrsmaßnahmen und allgemeinem Ordnungsdienst. Veranstalter sorgten dabei ihrerseits mit eigenem Ordnungspersonal für einen friedlichen Verlauf und wurden wieder unterstützt durch die Kommunen und Freiwilligen Feuerwehren. Für die beiden "Narrennächte" in Oberkirch und Oppenau am "schmutzigen Donnerstag" und Rosenmontag gibt es seit Jahren bewährte Sicherheitskonzepte mit hoher Polizeipräsenz und größerer Ordneranzahl der Veranstalter, so dass fröhlich gefeiert werden kann und mögliche Streitereien bereits im Keim erstickt werden können.
Gesamtbilanz über sechs Fasnachtswochenenden befriedigend: Im Zeitraum vom 15. Januar bis zum 20. Februar waren bisher über 40 wesentliche Vorkommnisse mit Fasnachtsbezug zu bearbeiten, davon 15 im Verkehrsbereich (s.o). Auch trüben zehn Fälle im Bereich Körperverletzungs- oder sonstiger Gewaltdelikte die Gesamtbilanz. Davon wurden drei gefährliche Körperverletzungen und zwei Raubdelikte registriert. Außerdem wurden zwei Sachbeschädigungen an PKW zur Anzeige gebracht. Aufgrund der Präsenz von Polizei und Ordnerdiensten konnten viele sich anbahnender Konflikte oder verbale Streitereien geschlichtet werden, bevor die Situationen eskalieren konnten. Insgesamt zeigt sich über einen Fünfjahreszeitraum eine rückläufige Tendenz der "Adhoc"-Einsätze, insbesondere der Ingewahrsamnahmen (2009 noch 13 Gewahrsamnahmen, 2012: eine).
Die Veranstalter haben die bewährten Konzepte zum Jugendschutz im Wesentlichen umgesetzt, so dass Zwischenfälle mit Jungendlichen nur vereinzelt zu verzeichnen waren.
Sehr gute Zusammenarbeit: Diese insgesamt gemessen an der Vielzahl der Veranstaltungen und den Betrachtungszeitraum über sechs Wochen befriedigende Fasnachtsbilanz ist auch ein Ergebnis vielfältiger gemeinsamer Anstrengungen seitens der Veranstalter mit Ordnungsdiensten, Hilfsdiensten wie DRK, Rettungsdienst und Feuerwehr sowie der Kommunen und der Polizei. Auf der Grundlage dieser guten Zusammenarbeit werden auch ganzjährig wieder eine Vielzahl von Veranstaltungen im Revierbereich zu bewältigen sein, das gemeinsame Motto dazu lautet: "Wir wollen das Ihr Fest (die Fasnacht) friedlich verläuft"!

(Presseinfo: Polizeirevier Achern/Oberkirch vom 20.2.12, 13.59 Uhr)

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