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Kreis Emmendingen - Emmendingen

21. Feb 2012 - 09:50 Uhr

Zweiter Runder Tisch "Pflege": Was ist uns gute Pflege wert? ++ SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis aus Ulm war nach Emmendingen eingeladen

Zum zweiten Runden Tisch „Pflege“ hatte die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis aus Ulm nach Emmendingen eingeladen. Hilde Mattheis ist die Fachfrau der SPD-Bundestagsfraktion für die Reform der Pflegeversicherung. „Lösungen fallen nicht vom Himmel“, stellt Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle fest und bietet an, den Dialog zur Pflege weiterzuführen.
Interfraktionell bestünde laut Mattheis große Einigkeit über die Notwendigkeit und auch über die Eckpunkte der Weiterentwicklung der Pflegeversicherung. Im Zentrum der Weiterentwicklung stehen die Pflegebedürftigen.
Durch die Neudefinition des Begriffs der Pflegebedürftigkeit würden zukünftig auch dementiell erkrankte stärker in den Fokus der Pflege gelangen.
Bei der Bemessung der Pflegestufe (künftig 5 statt bislang 3) soll die Alltagsfähigkeit der Betroffenen den Ausschlag geben.

Nicht zum Nulltarif zu haben:
Das Motto lautet nach Hilde Mattheis: Niemand darf sich schlechter stellen, aber viele besser!

Alles hängt mit allem zusammen!
Alte Menschen sollen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Der Umbau zu seniorengerechten Wohnungen müsse stärker gefördert werden. Breiten Raum nahm auch in der anschließenden Diskussion der sich immer stärker abzeichnende Mangel an Pflegekräften ein. Die Pflegeberufe müßten attraktiver werden. Ein wichtiger Beitrag dazu sei eine tarifgerechte Bezahlung und Arbeitsverhältnisse, von denen man auch leben kann. Schulgebühren halten viele junge Menschen davon ab, einen Pflegeberuf anzustreben.

Gute Pflege als Standortfaktor
Neben der Kinderbetreuung, Schulversorgung, dem Bauplatz und anderem werde zukünftig auch das Vorhandensein einer guten Pflegestruktur für das Alter ein wichtigerer kommunaler Standortfaktor sein.

Es muss mehr Geld ins System
Neben der Einführung einer Bürgerversicherung Pflege sei auch der erhöhte Spitzensteuersatz und die Vermögenssteuer erforderlich. Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle: „Wir müssen wieder dahin kommen, dass breite Schultern mehr tragen als schwache.“

(Presseinfo: Walter Krögner, Wahlkreisbüro der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle, Emmendingen, vom 21.2.12)

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