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Ortenaukreis - Offenburg

21. Feb 2012 - 12:20 Uhr

Brutaler Raub im Museum im Ritterhaus in Offenburg - Nashörner im Wert von 50.000 Euro entwendet - Polizei bittet um Hinweise

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Nachmeldung vom 23.02.2012, Stand 16.30 Uhr: Drei Phantombilder sollen helfen - Die Polizei konnte unter Mitwirkung einer Zeugin drei Phantombilder anfertigen. Diese könnten nun helfen drei der vier gesuchten Täter zu überführen. Zum vierten Verdächtigen konnte kein Bild erstellt werden. Der südländisch wirkende Tatverdächtige war am Hals tätowiert, dies konnte auf dem gefertigten Bild nicht dargestellt werden. Bei der Tätowierung könnte es sich um ein Kreuz gehandelt haben.
Hinweise nimmt die Polizei unter: 0781/21-0 entgegen.
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Am Samstag, den 18.02.2012, wurden an einem im Museum der Stadt Offenburg ausgestellten Nashornkopf der Sammlung Cron beide Hörner entwendet. Die Täter gingen mit unglaublicher Dreistigkeit vor.

In den Mittagsstunden des vergangenen Samstags erkundigten sich eine weibliche und eine männliche Person in englischer Sprache am Empfang des Museums nach den ausgestellten Antiquitäten. Nach einem kurzen Gespräch mit den Angestellten begaben sich beide Personen in die Ausstellungsräumlichkeiten.

Wenige Minuten später betraten zwei weitere männliche Personen das Museum. Auch diese Männer führten eine kurze Unterhaltung mit den Angestellten in englischer Sprache. Anschließend begaben sie sich zielstrebig zu den Exponaten der dritten Etage. Das Stockwerk, in dem auch der Nashornkopf ausgestellt war.

Um den beiden Männern die bevorstehende „Arbeit“ zu erleichtern, kehrte die zuerst eingetroffene Frau zusammen mit ihrem männlichen Begleiter wieder zum Empfang des Museums zurück. Sie verwickelten die Angestellten erneut in ein Gespräch, um sie abzulenken.

Diesen Moment nutzten jetzt die beiden Mittäter im dritten Obergeschoss. Eine Ausstellungsvitrine half den Tätern dabei, an den in vier Metern Höhe befestigten Nashornkopf zu gelangen und ihn abzuhängen. Danach wurde er in einen Nebenraum getragen und die Hörner mit Hilfe eines eigens hierfür mitgebrachten Vorschlaghammers entfernt.

Anschließend ging alles blitzschnell: Mit den Hörnern im Gepäck verließen die beiden Männer das Museum. Zeitgleich ließ auch das Interesse der beiden anderen Täter am Gespräch mit den Angestellten nach. Sie folgten ihren Komplizen. Der Nashornkopf blieb zurück.

Das Vorgehen der Täter lässt den Schluss zu, dass es sich um eine international agierende, gut organisierte Gruppierung handelt. In der Vergangenheit kam es bereits zu ähnlichen Vorfällen in verschiedensten Museen in ganz Europa. Grund für die Diebstähle sind offenbar die stetig steigenden Preise für das Horn dieser Tiere, das vor allem in pulverisierter Form in der traditionellen asiatischen Medizin als Heil- und Potenzmittel stark gefragt ist. Der Wert der entwendeten Hörner wird auf mindestens 50.000 Euro geschätzt.

Die Polizei bittet unter 0781/21-0 um Hinweise zu den Tätern, sie werden wie folgt beschrieben:

1. Täter und 2. Täterin:
Beide etwa Ende 20, er trug eine graue Schildkappe und helle Jeans, sie Blue Jeans und einen rosa Blazer. Braune, halblange, glatte Haare.

3. Täter:
Afrikanische Abstammung, muskulös - kräftig, Mitte 20, etwa 170 Zentimeter groß, kurze schwarze Haare, Dreitagebart, an der rechten Halsseite ein gut sichtbares auffälliges tätowiertes Kreuz, bekleidet mit einer schwarzen Bomberjacke.

4. Täter:
Europäisches Aussehen, eventuell französischer Abstammung, schlank, blonde kurze Haare mit Igelschnitt, Mitte 20, bekleidet mit einer hellen Bomberjacke.

(Presseinfo: Polizeidirektion Offenburg vom 21.2.12, 11.46 Uhr)


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Meldung der Stadt Offenburg
Brutaler Raub im Museum

Am Samstag, 18. Februar 2012, wurde aus der Kolonialgeschichtlichen Abteilung des Museums im Ritterhaus ein Nashorn geraubt. Die vier Täter, von denen zwei die Aufsicht ablenkten, gingen dabei besonders dreist und brutal vor. Sie lösten das Nashorn-Kopfpräparat, das in mehr als vier Metern Höhe an der Wand des Ausstellungsraumes angebracht war, aus seiner Verankerung und schleiften das mehr als 50 Kg schwere Präparat in den angrenzenden Raum. Mit einem Vorschlaghammer schlugen sie die beiden Hörner des Nashorns mit brutaler Gewalt ab. Die Nashörner nahmen sie mit, das zerstörte Präparat ließen sie im Museum zurück.

In den vergangenen Jahren gab es ähnliche Diebstähle in Deutschland und Österreich, bei denen Museen, Auktionshäuser und Depots betroffen waren. Die Hörner sind in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Potenz- und Heilmittel begehrt und erzielen auf dem Schwarzmarkt horrende Preise. Die Polizei ermittelt.

Ab Aschermittwoch ist das geschändete Nashornpräparat im Foyer des Museums ausgestellt.

(Presseinfo: Sandra Schoch, Stadt Offenburg, vom 21.2.12, 11.44 Uhr)

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